Beginn der Umsetzung meiner Projekte

von Gartenphilosophin (Kommentare: 0)

Trotz oder gerade weil Winter - Ein Beginn

In meiner Gartenplanung für 2018

hatte ich ja meine Projekte vorgestellt. Was will ich 2018 erreichen. HURRA! War gar nicht so schwer. Eines habe ich schon geschafft, ich habe mein erstes Insektenhotel fertig gestellt. Jetzt müssen nur noch die passenden Insekten wach werden, sich stärken, mein Hotel finden und einziehen zum Großziehen.

Was habe ich getan? Nun, ich habe bei Bekannten im Garten Bambus schneiden dürfen. Sie haben einen wunderbaren Hain, der mit Bambus in den unterschiedlichsten Stärken bewachsen ist. Dort durfte ich nach Herzenslust schneiden und alles mitnehmen. Mein Auto war voll. Voller Bambus, keine Sicht mehr, nur nach vorne. Da sollte es zum Glück auch hingehen, nach Vorne!

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Völlig überfülltes Auto

Zu Hause angekommen habe ich den Bambus erst einmal hier hin gelegt, dann dahin, weil ich nicht wusste, wann ich ihn kleinschneiden sollte. Das Wetter war allerdings schön und ich habe gleich meinen hohen Arbeitseifer genutzt und bin mit Scheren zu Werke gegangen. Meine Gartenhandschere* für die dünneren, meine Astschere* für die dickeren Abschnitte.

 

Das Gute ist, das frischer Bambus gut zu schneiden ist, ohne das er splittert. Mit einer scharfen Schere erreicht man ein gutes Schnittbild. Für Euch, die Ihr vielleicht nur trockenen Bambus schneiden könnt, der geht kaum mit einer scharfen Schere, er braucht eine feine Holzsäge*, damit die Ränder glatt sind. Da ich so eine feine Säge nicht habe, werde ich noch mal nachrüsten müssen... Klappt ein feiner Schnitt nicht, dann müsst Ihr die Ränder glatt schleifen. Dafür habe ich eine Stabfeile* genommen, um auch innen eventuelle Rauheiten fein zu schleifen. Warum? Wenn z.B. Wildbienen durch die Öffnung ein und aus krabbeln, dann können ihre empfindlichen Flügel Schaden an scharfen Rissen und Kanten nehmen. Das junge Insekt, das geschlüpft ist, hat noch mal so empfindliche Flügel, die wir maximal schützen können, wenn wir den Ausgang glatt halten. Können sie nicht fliegen, dann ist klar, sterben sie schnell. Wer will das schon!

Aus einer Menge wird ein kleinerer Stapel

Der erste Abschnitt meiner Arbeit war aber erst einmal, die Blätter vom Trieb zu schneiden. Es ist erstaunlich, WIE stabil Bambus ist, er lässt sich gut schneiden braucht aber doch auch schon Kraft. Das Ende vom Lied war, das ich einige Stangen hatte und einen riesen Berg Blattmasse. Zum Glück habe ich drei Gartenhelfer, die sich gerne um unnütze Triebe kümmern, meine Pferde. Ab in den Trog. Es war so viel, das ich das auf zwei Bigbags und zwei Tage verteilt habe. Die Pferde haben sich da richtiggehend drauf gestürzt, während ich meine Stangen ins Haus getragen habe. Da ist es doch deutlich angenehmer zu arbeiten, denn nun mussten sie eingekürzt werden. Das muss nicht draussen in der Kälte geschehen, das geht auch vor dem heimischen Ofen.

Das weitere Schöne am Bambusschnitt ist: ich muss mir keine großen Gedanken über die Länge der einzelnen Röhren machen. Eine Niströhre muss, wenn sie besiedelt werden soll, hinten geschlossen bleiben. Damit ergibt sich der Ort des Schnittes. Kurz vor dem Blattknoten der Bambustriebe ist ein natürlicher Schluss. Nun muss ich mich nur entscheiden, ob ich oberhalb oder unterhalb schneiden will, um aus einer Stange Röhren mit unterschiedlichen Durchmessern zu erhalten. Simpel.

Das Zerkleinern macht richtig Spaß! Ich lege sie leicht erhöht auf eine Fußmatte. Dann schneide ich sie mit der Heckenschere da ab, wo ich will, schiebe den nächsten Abschnitt vor und schneide. Das ging richtig schnell und hat kaum Zeit gebraucht. Dennoch muss man etwas achtsam schneiden, denn bei aller Stabilität kann er schon auch reissen. Wildbienen siedeln aber nicht in gerissenem Holz. Deshalb ist ein zu schnelles arbeiten auch wieder nicht ratsam, ein bisschen Testen, wie man da rangeht ist ratsam, damit nicht zu viel Abfall entsteht.
Der Teil der Arbeit war fertig getan und ich habe eine Kiste voll kleiner Bambusstäbe.

Aussen Bambus statt Meisenknödel innen

Nun stellt sich die kreative Frage!
 WIE soll der Nistplatz aussehen? Gelesen habe ich, das Vögel gerne die Röhren rausziehen und sich dann bedienen. Schlau sind sie ja, ich will aber schlauer sein. Es braucht also etwas, worein sich die Stäbe verhaken können, DENN die Blattachsen habe ich nicht ganz vollständig entfernen können. Da habe ich einen natürlichen Widerhaken dran.
Wie nun also die Stäbe anordnen? Ich hatte die Meisenknödelringe gesehen und dachte mir, das die vielleicht gehen könnten. Die Stäbe lassen sich da hinein sortieren und meine stille Hoffnung ist, das sie dann auch einen harmonischen Anblick ergeben, wenn sie dort eingelegt sind und eine kreisförmige Anordnung erfahren. Eine andere Idee ist, die Stäbe in die Mitte zu sortieren. Hier sind erst einmal nur Vorschläge und Ideen zu sehen. Das Endergebnis werde ich Euch dann natürlich auch zeigen.

 

Innere Anordnung würde auch gehen

Ihr könnt sehen, das während des Trocknens einige Röhren reissen, die müssen aussortiert werden. Auch ist sichtbar, das die dünne Haut, die von innen den Bambus auskleidet sich beim  Trocknen löst. Da muss noch einmal nachgefeilt werden. Also, so ganz fertig bin ich noch nicht. Nur ein bisschen fertig.

Die Nisthilfen für Wildbienen müssen insgesamt noch erweitert werden, das ist klar. Das bisschen Bambus wird nicht reichen. Es werden noch einige Holzstapel errichtet, die Insekten benagen können, um ihre Nester zu bauen. Im Frühjahr werde ich mich mal auf die Suche begeben, in der Hoffnung, das eine oder andere Insekt dabei beobachten zu können.

 

Steinhaufen für die besetzbare Kräuterspirale
Ein großer Steinhaufen

Was habe ich noch in Angriff genommen?

 Steine, ich habe mir Steine angelacht, einen echt großen Haufen. Um den schleiche ich nun herum und warte darauf, das der Frost verschwindet. Dann mache ich mir Gedanken um die besetzbare Kräuterspirale. Im Moment lerne ich die Klunker erst einmal kennen, zumindest die, die man oberhalb sehen kann. Einen schönen runden Stein habe ich entdeckt, der bekommt einen Ehrenplatz. Wo, weiss ich noch nicht, aber das, das weiß ich schon.

Wir haben Mitte Februar, es ist immer noch eher Zeit, zu planen, zu überlegen und richtig große Pläne zu schmieden, von denen sich erst am Ende des Jahres zeigen wird, was sich wirklich umgesetzt hat.

Zumindest Der erste Teil des Nisthilfenbaus ist erledigt. Check.


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