Der kleine rote Trecker

von Gartenphilosophin (Kommentare: 0)

Der kleine rote Trecker zieht ein und das hat Folgen

Der kleine rote Trecker

Das ist unser kleiner neuer alter roter Trecker. Er ist unser landwirtschaftlicher Helfer für vieles. Er soll Peterson im Wald helfen, mir im Garten und im Stall. Da ich meine Mistwirtschaft und Komposthaltung verändern muss, brauche ich einen starken Helfer, der klaglos schwere Arbeiten über Meter erledigen kann.

Der Einachser...

Bisher hatten wir einen Einachstrecker genutzt, der langsam, laut und nicht sehr wendig aber dafür schmal ist.
Wenn Peterson mit dem losgefahren ist, konnte man ihn noch lange hören und sehen, zur Not noch schnell hinterherlaufen, um ihm noch etwas mitzugeben. Kein Problem. Dafür ist er auf den schmalen Waldwegen sehr gut gewesen. Wurde er nicht überladen, dann hat er klaglos alles weggezogen. Bloss an manchmal nassen Stellen, da durfte Peterson absteigen, die halbe Ladung löschen, drei Meter durch die nasse Stelle fahren und wieder aufladen.
Als nun das Angebot kam, diesen kleinen roten Trecker zu kaufen, haben wir nicht lange gezögert.

An einem herrlichen Sonntagmorgen hat ihn Peterson dann ca. 15 km nach Hause gefahren. Ich hatte mich schon auf einen ruhigen Vormittag eingestellt, 15 km wären bis dato eine Tagestour gewesen. Weit gefehlt, er war recht schnell da. Kaum wurde es laut, war er schon auf dem Hof. Das war mit dem Einachser anders, es wurde laut und dann war noch Zeit Kaffee zu kochen… Nun, die Welt dreht sich seitdem schneller.

Da stand er nun in seiner roten Pracht, schnell wurde aber klar:

Dieser kleine rote Trecker benötigt ein Dach über dem Kopf. Unter das Baumhaus passt er, das ist aber so massgeschneidert, das ich mit meinen Fahrkenntnissen da nicht gut rein und raus kommen werde und Gefahr laufe, an einem unfreiwilligen Abriss des Baumhauses schuld zu sein. Will ich nicht

Damit eine Erweiterung des Treckerparkplatzes auch möglich ist, haben wir überlegt, wie das am Besten geht.
Und? Die arbeitsintensivste Variante ist auch die bestmögliche. Also Arbeit. Der kleine rote Trecker bekommt ein Dach, unter dem er bequemer stehen kann und auch ich keine Angst haben muss, Einstürze von Baumhäusern zu provozieren…

Erste Hilfe beim Ausroden

Gut, das der kleine rote Trecker da ist, er hilft uns dann auch gleich, indem er die Weide ausrodet, die sich seit unserem Einzug angesiedelt hatte, als dieser Platz noch ein Weidentippi schmückte. Ein vergessener Zweig trieb aus und wollte einfach als Weide weiter wachsen. Das tat sie auch noch, als links von ihr das Baumhaus gebaut wurde, das dann einem Unterbau erhielt, um den Einachstrecker und Hänger zu verstauen. Sie wuchs noch als das Tippi durch einen Sandkasten ersetzt und dann zum Kompostplatz wurde. Nach 15 Jahren unermüdlichen Wachstums, wollte sie aber nicht mehr, sie begann zu mickern. Kein Wunder, wir hatten sie doch ziemlich eingeengt.

Zwischenlagerung

Nun muss sie weichen, ihre Äste werden an anderer Stelle auf einer Weide neu gesteckt. Denn als Bienenweide soll sie weiter wirken können. „Weide wird auf Weide zur Weide“, das dürft Ihr Euch auf der Zunge zergehen lassen….

 

Der Kompostplatz muss ebenfalls verlegt werden, denn der Bereich muss für die Erweiterung herhalten. Der kleine rote Trecker braucht ein Dach über dem Kopf!

Schaufeln und Denken, passt!

Wohin? Das ist die entscheidende Frage, bis die gelöst ist
heisst es erst einmal schippen… und…
Vorher sich Gedanken machen, wie der Kompostplatz aussehen soll, dann schippen.
Oder erst schippen und dann darüber nachdenken, wo der neue Platz hin soll.
Oder während des Schippens darüber nachdenken.
Schwere Entscheidung.

Also wird erst einmal Zeit geschunden und die weisse Johannisbeere umgezogen, denn sie muss auf alle Fälle einen neuen Platz bekommen. Ab in den Hühnergarten, dort freuen sich alle gleich mit! Bei der Gelegenheit kommt schon mal großzügigig Kompost in die Karre. Kann die Johannisbeere am neuen Platz sicher gut gebrauchen. Ein großes Loch wird gegraben, Kompost und Erde vermischt, der Strauch eingesetzt. Die Johannisbeere wurde vor dem Umzug ausgelichtet und ist dadurch ganz handlich. Nach dem Pflanzen wird sie mit 30 Liter Wasser eingeschlämmt.

Die Hühner freut es. Sie kontrollieren die Arbeiten und hoffen auf ein Grabe- und Scharrvergnügen der Sonderklasse. Da ich ihnen das nicht erlauben kann, gibt es einen Steinkreis, der den Boden schützt und die Wurzeln ebenfalls. Nun hat sie schön Zeit, einzuwachsen.
Die Hühner waren dann doch leicht enttäuscht, mussten sich aber mit der Situation anfreunden, das der Steinkreis nicht hühnerfreundlich ist. Wenn sie das Scharren erst einmal beginnen, dann ist die arme Beere in Null Komma Nichts wieder ausgegraben und ich muss sie wieder eingraben. Das Spiel spiele ich nicht gerne und tut dem Strauch auch nicht gut. Deshalb der Steinkreis, da können Hühner sich nicht so ausgiebig mit ihren Füßen bewegen und lassen es dann gleich sein.
Zum Glück ist dieser Herbst sehr regenreich und ergiebig und hilft der Johannisbeere, sich zu etablieren, damit sie im nächsten Jahr schön weiter wachsen kann. Das ist eigentlich der einzige Vorteil dieses nassen Jahres, es brauchte nicht einmal eine rettende Giesskanne.

Stabil? Hält!

Dann geht es zurück an den Dachbau. Leider nicht sehr gartenphilosophisch, denn das Schleppdach zeigt gen Norden und eignet sich somit nicht für eine Begrünung. So wird es ein schnödes Blechdach, das nun den Trecker schützt und dem Hänger unter dem Baumhaus mehr Platz beschert. Der Stuhl daneben sorgt dann für gemütliche Stunden unter Dach und Fach… Kalt, dunkel ABER trocken. Dieses Jahr hat uns bescheiden gemacht, wenn wir draussen sitzen wollten.
Nun ist alles fertig, der Winter kann kommen. Alles steht sicher unter Dach und Fach.

passt, wackelt und hat Luft!

Mein nächstes Bauprojekt wird ein Futterdach für die Hühner werden. Dieses Dach soll begrünt sein. Darüber werde ich auch noch berichten, die Planungen laufen.

 

Habt Ihr Bauprojekte? Erzählt mal!

Ein grünes Dach dient allen! Vor allem Insekten.


Zurück

Einen Kommentar schreiben