Einerseits-Andererseits

von Gartenphilosophin (Kommentare: 0)

Eine Gedankenüberraschung meines Gartens

Zwei Gedankenhaufen

Es sollte ein anderes Thema werden. Mein Garten wartet aber manches mal nur darauf, das ich mit einer Idee raus komme, um mir dannn seine Idee aufzudrücken. Es ist wirklich unglaublich, zu was er mich immer bringt... Der Schelm.

Günsel, ajuga kurz davor, das die Sonne ihn bescheint

Es ist Winter, es wird Frühling.

Es ist kalt und doch kann sich schon die Sonne mit einem wenig und kleinem bisschen Wärme zeigen. Nachts ist es weit unter Null am Tage steigen die Temperaturen in den Taubereich.
 Ein Auf und Ab, ein Hin und Her, ein einerseits, doch andererseits.
Wir bibbern in der Kälte und geniessen die erste Wärme, sind also selber auch hin- und hergerissen, was wir wollen.

Glockenblume, campanula in der Sonne und im kalten Schatten

Heute im Garten wurde mir das schön vor Augen geführt, eine Seite war getaut, ein Seite noch gefroren. Während ich die Bilder gemacht habe, ging es mir genauso, im Schattenbereich war es unangenehm, in der Sonne stehend, habe ich deutlich länger nach einem Motiv gesucht, einfach weil es schon so schön kuschelig war.
Gerade an diesem Sandhügel wurde mir das noch mal klar, wie sehr auch mein Leben von einem „Einerseits-Andererseits“ bewegt wird.

Im übertragenen Sinn betrachtet: 


Einer (Freund Maulwurf) macht an einer Stelle Stress und ich kann das auf seine Möglichkeiten (zwei Hügel) hin betrachten. Es gibt den einen (hügeligen) Aspekt aber auch den anderen (hügeligen) Aspekt. Für welchen Aspekt entscheide ich mich? Was will ich? Was sind die möglichen Folgen meiner Wahl? Mir fällt es manchmal schwer, zwischen Möglichkeiten dann die eine zu wählen. Ich starre also diesen „Haufen“ an und kann mich nicht entscheiden. Rechts oder links, was will ich wählen?

Rosa glauca, die ersten Knospen lassen sich nicht abhalten

So schön da draussen

im Garten fällt mir die Entscheidung ganz klar leicht, ich will in der Sonne stehen! Im Grunde will ich immer auf der Sonnenseite meines Lebens stehen. Dafür sind aber auch die kalten Schatten wichtig, denn sie helfen mir, mich dahin zu bewegen, wo ich hin will. Habe ich den nötigen Schritt getan, kann ich für die Sonne in meinem Leben dankbar zu sein.

Hatte ich eigentlich schon irgendwann einmal erwähnt, das mein Garten viele Gedankenüberraschungen für mich parat hat? Heute war es nun diese. Frost und Wärme, Schatten und Sonne, sie liegen direkt nebeneinander.

Unsere Entscheidungen tragen dazu bei, die Seite zu wählen, auf der wir leben wollen.


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