Es ist Frühling!

von Gartenphilosophin (Kommentare: 0)

Herrliche Frühlingstage im Garten

Trauenhyazinthen und Hängeulme im Garten der Gartenphilosophin
Ein herrlicher Frühlingsanblick

Er ist ausgebrochen und keiner will ihn wieder einfangen: Der Frühling darf machen, was er will. Das tut er auch mit Macht, er fegt durch die Gärten, Wälder und Felder und lässt alles grünen und spriessen.
Farbe, an die man sich gerade nach den grauen Wintertagen gerade noch erinnern konnte, sind auf einmal überall zu sehen.

Aronia im Garten
Es grünt so grün

*Alle gesetzten Links führen in die Baumschule Horstmann

Für mich, und ich nehme an, da stehe ich in einem großen Pulk, ist der Frühling eine wunderbare Zeit; überall im Garten regt sich das Leben, die Sonne hat ihren besonderen Lichtatmosphären und taucht alles in ein hellgoldenes Licht. Nicht zu vergleichen mit dem Herbstlicht.
 Nun sitzen wir auch wieder am Morgen und Mittag mit einer Tasse Kaffee auf der Hühnerterrasse oder Besetzbaren Kräuterspirale, (Link zur Bildergalerie) je nachdem, wie die Sonne unterwegs ist und uns bescheinen und wärmen kann.

Blüte der Zierquitte
Zierquitten blühen besonders schön!

In den Beeten ist das Meiste noch etwas verhalten im Wachsen. Im Moment haben die Zwiebelblumen ihren großen Auftritt aber auch einige Bäume und Büsche zeigen wunderbare Blütenpracht.
Ich betrachte sie immer, bewundere ihre Schönheit und schaue, wer sie anfliegt.

Dunkle Erdhummel im Garten der Gartenphilosophin
Die Dunkle Erdhummel ist im Garten sehr präsent

In der *Alpenjohannisbeere herrscht reges Treiben, Hummeln, Hummeln, Hummeln, aller Familien kann ich dort finden. Zierjohannisbeeren klingen wie ein Hubschrauberlandeplatz unter Vollast.

verblühte Hamamelis und Blattaustrieb
Nach der Blüte treibt die Hamamelis erst durch

Die *Hamamelis ist schon lange durch, hier beginnt der Blattaustrieb. Das ist interessant, einige Pflanzen, wie z.B. die Hamamelis, *Kornellkirsche oder die *Schneeforsythie, blühen erst und treiben dann die Blätter aus, einige andere, wie. z.B. Zierjohannisbeere treiben parallel Blüte und Blatt, wieder andere, z.B. Rosen blühen, nachdem die Blätter ausgetrieben haben. Schaut Euch mal im Garten um, welche Pflanze wie austreibt!

Kurilenkirschenblüte im Garten der Gartenphilosophin
Kleines Bäumchen, prächtige Blüte - die Kurilenkirsche

Die *Kurilenkirsche hat in diesem Jahr ihren wie immer kurzen aber spektakulären Auftritt hinter sich. Dieses kleine Bäumchen entwickelt in zwei Wochen eine unglaubliche Schönheit und steht den Rest des Jahres etwas erschöpft in der Gegend. Allein für diese prachtvolle Blüte lohnt sie sich; das Treiben dort beobachtet sich auch leicht, denn sie ist ein kleines Bäumchen auf Augenhöhe!

Knospe des Ahorns bricht auf
Die Knospe des Ahorns bricht auf

Im Moment blüht der Kugelahorn. Und wie!

Hier herrscht richtig Leben! Viele verschiedene Wildbienen sind in Massen unterwegs. Im Ahorn klingt es nicht, es ist eher wie in einem Wimmelbuch.

Da!
Ein Bienlein!
Weg!
So geht es die ganze Zeit.

Zweifarbige Sandbiene, Andrena bicolor, im Garten der Gartenphilosophin
die Zweifarbige Sandbiene liebt die Ahornblüte

Da Bäume ja eine höher gelegene Krone haben als Büsche, stehe ich also UNTER ihnen, schaue hoch und versuche, den Bienen zu folgen. Gutes Training gegen Schwindel, kann ich Euch sagen. Allerdings auch ein sehr spannendes Training, denn diese kleinen flinken, fleissigen Wildbienen zu beobachten, ist faszinierend

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Dunkelgrüne Schmalbiene, Halictus morio
Die Schmalbiene ist sehr lebhaft unterwegs

Das Zeitverständnis der Bienen

ist sehr unterschiedlich; die einen haben Zeit und Geduld genug, eine Blüte aufzusuchen und genüsslich darin zu verweilen, andere Bienen fliegen sie an und sind schon wieder weg. Für meinen Begriff haben sie sich kaum gesetzt.

Dann kommen die Hummeln und schauen erst einmal, welche Blüte besonders verlockend erscheint, die wird dann angeflogen und ebenfalls in Ruhe genutzt.


Blattwespe im Garten der Gartenphilosophin
Die Blattwespe hat viel Zeit und Ruhe

Es herrscht ein reges Treiben, das aber in sehr unterschiedlichen Geschwindigkeiten.

Am Ahorn konnte ich auch Angriffsverhalten auf die grauen Sandbienen durch Mauerbienen beobachten. Da sass die graue Sandbiene und wurde immer von oben richtig körperlich attackiert. Mal hat sie sich daran gestört, mal nicht.

Wespen sind ebenfalls unterwegs und lassen sich durch nichts stören, werden aber auch nicht gestört. Die haben im Moment noch mehr die Ruhe weg als die Hummeln.

 Gefahr für Wespen geht eher von Vögeln oder dann den Hornissen aus, die Wespen richtiggehend erjagen.

Teppichkäfer in der Ahornblüte
Ein Kleinchen lieber in der Blüte als im Haus gesehen, der Teppichkäfer

Auch im Frühling sind schon einige Kleinchen zu sehen

Im Ahorn gab es noch ein paar Kleinchen zu besehen, vor allem dieser Teppichkäfer, der da in einer Blüte chillte, verbreitete viel meditative Ruhe…
Im Garten sehe ich ihn gerne, im Haus wäre er ein echter Schädling. Hier im Ahorn kann ich ihn aber auch mit meditativer Ruhe ansehen.

Zweifarbige Sandbiene, Andrena bicolor, im Garten der Gartenphilosophin
Biene benötigen meist andere Nistmöglichkeiten als die, die es zu kaufen gibt

Genauso wichtig ist es, ihnen angemessene Nistgelegenheiten zu bieten. Da sind die meisten Insektenhotels oder Wildbienennisthilfen keine Hilfe.
Es gibt viele bodennistende Wildbienen. Ihnen kann nur mit lockerem Sand geholfen werden. Deshalb ist eine geschlossene dichte Grasnabe überhaupt nicht von Vorteil. Sie brauchen offene schüttere Flächen. Bei mir haben sie sich lustigerweise am Paddock angesiedelt. Dort haben wir den Boden mit alten übrig gebliebenen Backsteinen auf purem Bausand belegt. Keine große Bearbeitung des Unterbaus.

Schlupflöcher erdnistender Wildbienen
Dies sind Schlupflöcher erdnistender Wildbienen. Völlig harmlos!

Jetzt im Frühling kann man viele kleine Löcher dort beobachten, von denen ich immer dachte, es sind Ameisenlöcher. Es sind wohl die Ausgänge der geschlüpften Jungbienen.
Was ich sagen will: Wollt Ihr Bienen und Insekten in Eurem Garten fördern, dann schaut, welche Bienen in Eurer Umgebung vorkommen (könnten) und wie sie gerne leben. Danach richtet Eure Hilfen aus. Dazu die passenden Pflanzen und das Wildbienenparadies ist perfekt.

Passende Pflanzen für passende Insekten
Die Felsenbirne wird eher von Vögeln genutzt

Dann heisst es warten, ob sie kommen. 
Manches mal muss man warten, manches mal kommen sofort Kandidaten. Auf alle Fälle seid Ihr in der Lage, zu helfen, mit Eurem Wissen zu helfen, so gut es eben geht.
Manche Pflanzen dienen gar nicht so offensichtlich Insekten, wie z.B. die *Felsenbirne. Zumindest bei mir habe ich noch keine Flugaktivitäten entdecken können. Hier sind es eher später die Vögel, die ihre Früchte fressen.

Andrena fulva
Die Fuchsrote Lockensandbiene fühlt sich immer wohler im Garten


Im letzten Jahr z.B. habe ich die erste Fuchsrote Lockensandbiene einmal in meinem Garten beobachten können. Dieses Jahr waren mehr Exemplare vertreten, die die für sie passenden Blüten anflogen, in diesem Falle jetzt die Zierjohannisbeere und späte die Blüte der Johannisbeeren.



Pufferzone
Die Trockenheit macht es Pflanzen schwer, sich zu versorgen

Jeder Frühling ist anders

Die einzige Sorge, die mich dieses Jahr begleitet ist, das es auch heuer wieder sehr trocken ist. Der Regen des Winters war nicht sonderlich ergiebig und ging auch nicht sonderlich tief in die Böden. Bleibt es nun trocken, gibt es für die Pflanzen keine Chance, in tiefere Erdbereiche zu wurzeln, denn da ist es noch Immer trocken. Im Unterschied zum letzten Jahr ist es deutlich kühler, so das im Moment der Morgentau noch sehr hilfreich ist.

Frühling! Er ist jedes Jahr anders, doch immer begeisternd in seiner Explosionskraft!


 

Wenn Ihr über die gesetzten Links bestellt, freue ich mich. Natürlich könnt Ihr über diese Links auch alle anderen Pflanzen erhalten!

 

 

 


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