Gartenpläne der Gartenphilosophin-2020 wird spannend

von Gartenphilosophin (Kommentare: 0)

Der Wechsel des Jahrzehnts bei der Gartenphilosophin

Pyrrhocoris apterus, Feuerwanze im Dezember
Heute die Rückschau mit Karlchen Müller.

Aus 2019 wird 2020, ein neues Jahr und ein neues Jahrzehnt. Was war dieses Jahr los und welche Veränderungen plane ich für mich und meinen Garten im nächsten Jahr?



Schaun wir mal...
2019 war ein trockenes Jahr. Ab dem frühen Frühjahr gab es nach einer kurzen Periode wieder kaum noch Regen. Es blieb trocken. Im Garten und gefühlt auch mehr und mehr in meinem Kopf. Dem Garten zuzusehen, wie er versucht, mit dem zweiten Trockenjahr zurecht zu kommen, hat mich etwas gelähmt.
 Es wollte keine rechte Arbeitsmoral aufkommen.

Blick auf die Besetzbare Kräuterspirale der Gartenphilosophin

In der Besetzbaren Kräuterspirale als magerste der Flächen, kamen die Pflanzen sehr gut mit der Trockenheit zurecht, sie sind sehr gut angewachsen und haben mit einer langen Blütezeit geglänzt. Die Salvien, die Zichorie, die Nelken, Herzgespann, Kugellauch, Wilde Karde. Es war sehr erfeulich, sich dort aufzuhalten und zu beobachten.Trotzdem wird es erst im zweiten Jahr interessant, denn dann zeigt sich, was geblieben ist, was sich ausgesamt hat und wer die Kündigung eingereicht hat.

Apfelblüte in der Nahansicht
So schön ist die Apfelblüte

Das Gartenjahr

Der Rest des Gartens musste stark mit dem Überleben kämpfen. Der Boden ist bis zu einer Tiefe ausgetrocknet, dass kein Wasserschlauch der Welt da mehr etwas ausrichten konnte. Sogar jetzt noch im Dezember und trotz guter Regenfälle, zwei Spatenstich tief ist noch alles trocken. 
Obstblüte, andere Blüten? Na ja, sagen wir mal, sie haben geblüht. Bescheiden, aber doch geblüht. Obst wurde in diesem Jahr von mir nicht geerntet.
 Die meisten Blüten waren nur kurz und häufig hat dann kaltes Wetter und die Trockenheit zu einem vorzeitigen Ende geführt. Es ging eher im Schnelldurchlauf durch die Blüte.

Winterlinde,Tillia cordata,leidet unter der Trockenheit
Während der Blüte kann man eigentlich nicht den Himmel durch die Krone sehen

Die Linde leidet seit zwei Jahren und hat meines Erachtens eher eine Notblüte gezeigt, die kaum angeflogen wurde. Ihr Blätterdach war sehr licht, die Blätter klein. Ein trauriger Anblick. Sie ist der erste Baum, den wir im Garten gepflanzt haben, unser Hausbaum. Allein deshalb haben wir schon einen starken Bezug zu ihr. In der Hoffnung, ihr etwas Gutes zu tun, haben wir mit dem Schlauch für eine kontinuierliche Bewässerung gesorgt. Schauen wir, was ihr das nächste Jahr bringt. Ein weiterer Verdacht wäre, dass ihr Wühlmäuse doch zu arg mit ihren Gängen und Bauten zugesetzt haben, auch wenn sie stabil steht.
Der Lebendigkeit meines Gartens hat das erst einmal keinen Abbruch getan, Insekten waren zuhauf zu beobachten. In einer anderen Zusammensetzung.
Es war nicht das Schmetterlingsjahr wie in 2018, es war ein eher Wildbienenjahr. Auch ein gutes Wanzenjahr! Wanzen waren sehr zahlreich zu beobachten.

Totholz im Garten der Gartenphilosohin
Totholz habe ich ersammelt...

Weil es so trocken und heiss war, habe ich kaum Projekte in Angriff genommen. Eigentlich wollte ich ein Sandarium bauen, um erdnistenden Insekten zu fördern.
Weitere Steine wollte ich schichten, zu Haufen und vielleicht auch zu einer weiteren Pyramide.
Meine Hochbeete wollte ich bepflanzen.
Ihr lest richtig: wollte.
Hab ich aber nicht, es war ein etwas lahmes Jahr, was Aktivitäten und Veränderungen in diese Richtung betraf.


Über dieses große Stück Totholz freue ich mich aber sehr. Ein Autofahrer fuhr vorbei und hatte das Stück auf seinem Hänger. Als ich ihn anhilt, war er auf dem Weg zum Bauhof. Auf meine BItte hin machte er kehrt und lud den Stamm im Garten ab.
Er glücklich, ich glücklich, viele Insekten hoffentlich auch bald glücklich.

Schöne Gartenbilder
Neben Insekten gab es auch ein paar schöne Gartenbilder

Aktiv im Garten

Trotzdem war ich in der Zeit auch aktiv im Garten und dort produktiv, nur anders. Photographisch war ich äusserst fleissig und habe viel gelernt. Das Dokumentieren der Bewohner meines Gartens über Photos hat mich viel über sie gelehrt. Freundlich, wie mein Garten ist, hat er mir fleissig geholfen, indem er mir viel über ihre Lebensweise gezeigt hat. Zum Beispiel habe ich eine Sandwespe bei ihrem Nestbau beobachten können, wie sie eine Raupe in das Nest schleppte und es dann so geschickt verschloss, das ich nicht mehr sicher sagen konnte, wo der Eingan nur war. Irgendwo da beim breiten Sauerampfer, aber wo genau? Hm.
In Vorträgen habe ich über den Garten, seine Mitbewohner und ihre Geschichten berichtet.


Pyrrhocoris apterus, Feuerwanze im Dezember
Vorschau mit Karlchen Müller

So trocken war mein Kopf dann doch nicht. Gute Dinge brauchen manchmal eine innere Ruhe oder auch Leere, um zu gedeihen.
Über diese ganzen Monate reifte ein Plan…

In 2020 werde ich eine Ausstellung über die lebendige Vielfalt meines Gartens haben.
Eine Freundin drängte mich, eine Art Katalog dazu zu erstellen. Aus diesem Katalog wurde nun ein Buch.
Die Gartenphilosophin hat ein Buch geschrieben.

2020 wird es veröffentlicht werden!
Dazu schreibe ich im Januar noch mehr, das Projekt ist noch im Werden und nicht ganz spruchreif.
Dafür ist es spannend, spannend, spannend!

Insekten im Garten der Gartenphilosophin
Einen Kalender habe ich erstellt- mein Erstlingswerk


Dieselbe Freundin hat mich auch animiert, einen Kalender für 2020 zu erstellen.
Thema? Insekten im Garten.
Der ist gut verkauft worden.
Eine Restauflage ist noch vorhanden.

Wer noch keinen Kalender hat, kann sich gerne melden. Der Kalender für 2020 wird ab jetzt zum
Sonderpreis EUR 16.- incl. Versand noch die erste Woche im Januar verkauft.

Wer Interesse hat, melde sich bitte per Mail: blog@gartenphilosophie.org

Der Hortus appendix soll als Trittstein für die Verbreitung von Eidechsen dienen
Der Hortus appendix ist ein weiteres Stück Natur für die Vielfalt

In diesem Jahr habe ich meinen Garten noch etwas erweitern können, eine Brache an der Strasse kam dazu, der Hortus appendix. Dort möchte ich einen Trittstein für Zauneidechsen bauen. Der Ort bietet sich von der Größe und Lage geradezu an, Eidechsen habe ich in der Nähe schon gesichtet. Ein paar Sämereien aus der Besetzbaren Kräuterspirale habe ich dort ebenfalls verteilt, mal schauen, was aufgeht und was nicht.

 

Viola odorata
Wilde Veilchen stellen im März/April eine Nahrungsquelle dar

Auch in Sachen Insektenbeobachtung war ich rege. Viele Pflanzen, wie das Veilchen haben sich allein angesiedelt und bieten Insekten eine wertvolle Nektar- und Pollenquelle. Durch das Wachsen lassen siedeln sich Insekten an und können beobachtet werden.
Am liebsten war mir in diesem Jahr die Garten-Wollbiene, die ihre Nektarpflanzen und Revier mit viel Enthusiasmus verteidigte. Auch die Bläulinge, die meine vertrocknete Wiese als Schauplatz für regelrechte Luftschlachten nutzten, waren sehr imposant. Sie sassen auf vertrockneten Stengeln der Spitzwegerichs und hielten sich gegenseitig in Schach. Bis einer losflog...
Der Nestbau der Gemeinen Sandwespe, das Pollensammeln vieler Wildbiene in der Wegwarte, die Mäuseplage; all das macht das Gartenleben so wertvoll!

Mirabellenblüte bei der Gartenphilosophin
Auch im nächsten Jahr soll der Garten erblühen

Pläne für das Jahr 2020

Das war das Jahr 2019, was soll in 2020 geschehen?

Mein Garten und meine Ideen und Pläne treiben hoffentlich fruchtbare Blüten!

Zuerst einmal will ich mein Buchprojekt abschliessen!
Noch ist dann Winter und ich kann planen:


-Ein Sandarium
-Ein Keyholebeet
-Auf dem Hortus appendix wird weiter an der Eidechsenburg gearbeitet, auf das es Eidechsen dort gefällt
-Im nächsten Jahr möchte ich mich mehr mit dem Thema „klimafitter Garten“ (Link z. Blogbeitrag) beschäftigen. Meiner Meinung nach werden wir alle in den nächsten Jahren vor immer größer werdenden Herausforderungen stehen, was die Kapriolen des Klimas und Wetters angeht.
Viel Regen, lange Trockenheiten, viel Regen. Sturm. Immer im Wechsel…

Das will durchdacht werden, oder zumindest gut beobachtet sein.
Die Natur und somit auch unsere Gärten befindet sich in einem starken Wandel. Wir können nur beobachten und versuchen, zu reagieren.


Herbstnebel mit goldenem Laub

Natürlich werde ich im nächsten Jahr weiter über den Garten, das Leben und seine Wandlungen berichten. 
Diesen Blog zu schreiben macht mir viel Spaß und ich freue mich sehr, wenn Ihr meinen Blog auch weiterhin so interessiert verfolgt, wie Ihr das schon in den letzten zwei Jahren getan habt!


Ein großes Danke an Euch LeserInnen, daß Ihr mir so die Treue haltet. Neben der Freude über Eure Besuche hier macht es mich auch ein bisschen stolz.

Deshalb wünsche ich Euch und unseren Gärten ein erfolgreiches Jahr 2020! 

Eure Ulrike, die Gartenphilosophin


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