Pflanzen-, Tiere-, Natur-, Umweltschutz? Das alles?

von Gartenphilosophin (Kommentare: 0)

Ja, das alles und noch viel mehr!

Für eine gesunde Rose braucht es nicht viel

Endet oder beginnt Naturschutz

an oder vor der eigenen Gartenpforte? Und - Was ist Naturschutz eigentlich?

Dazu habe ich mir einige Gedanken gemacht, die natürlich gerne diskutiert werden können!
Zuerst einmal, was ist Naturschutz?
Naturschutz beschäftigt sich mit allem, was es in der Natur zu schützen, wieder herzustellen, zu fördern, zu erhalten gilt.
Naturschutz beginnt somit IN uns, denn wir machen uns Gedanken und überlegen, was wir verändern können, um zu helfen! GENAU SO IST ES AUCH RICHTIG! Denn Naturschutz bedeutet auch, das wir uns schützen. Der größtmögliche Schutz unserer Umwelt beinhaltet auch Menschenschutz.

Die Mahnung Albert Einsteins, das das Aussterben der Biene, uns noch fünf Jahre überleben lässt, macht deutlich, das auch wir Menschen von einem möglichst intakten System leben und profitieren. Wer von uns möchte in ein paar Jahren am Frühstückstisch mit den Kindern sitzen und diskutieren, ob Blütenbestäuber ein erstrebenswerter Beruf ist? Ich nicht wirklich.Um diese Diskussion auch nicht führen zu müssen, können wir einiges tun.

 

Ohne Bienen keine Früchte

Vorab, es geht nicht nur um Bienenschutz,

jedes Insekt hat seinen Platz in dieser Welt und ist Teil eines gesamten Systems, auch wenn es sticht, stört und nervt. Die Biene hat die beste Lobby, da sie ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist, die Insekten aber, die ebenfalls mit der Bestäubung unserer Bäume und Pflanzen beschäftigt sind, werden gerne vergessen. Sie sind aber ebenso wichtig!

Der Clou ist sogar, das wir mit Naturschutz Geld sparen, denn viele Dosen, die fast leer im Schuppen stehen und nicht weggeschmissen werden, brauchen gar nicht gekauft zu werden. Die beste Garantie im Garten ist Luft, Licht, mässig gedüngter Boden und Schweiss und Sportlichkeit
„des GärtnerIn“ (komisches Wort, gell? Gerade gendermässig erfunden).
Ihr seht, es braucht nicht viel!

Laub liegen lassen oder kompostieren, beides hilft

Gartentechnik ist klar, muss sein.

Viele Männer können nicht genug bekommen. Nur, überlegt mal; braucht es wirklich einen Laubsauger, der alles aufsaugt, auch, das, was sich gerade in Blättern zur Ruhe begeben hat? Das Sterben der Insekten durch Laubsauger im Herbst ist immens! Das ist wahrscheinlich nocht nicht mal der Wille des Nutzers, aber er tut es, er tötet eine Unmenge an Insekten.
Kann nicht irgendwo ein Laubhaufen liegen bleiben? Vielleicht umgeben von einem hübschen Stacketenzaun? (Link zu Amazon) Das kann gut aussehen und liefert im Frühjahr guten Kompost.

Lindenlaub zerfällt über den Winter

In Verbindung mit den richtig gepflanzten Laubbäumen, (Buchlink zu Amazon), deren Blätter sich schnell zersetzen, braucht es nur Harke, Karre und Schaufel, und etwas Kondition…

Auch Kompost ist belebt

Da bedeutet weiter, das wir unseren Dünger (Buchlink über Kompost zu Amazon) selber produzieren können, Geld spart es uns, Verpackungsmüll und weniger gelbe Säcke vor der Tür, die dann von Wildtieren über Nacht geöffnet und verteilt werden…

Ein guter Kompost

dient bestimmten Insekten (Buchlink zu Amazon) über den Winter als Ruheplatz und bestimmten Larven als Platz, um sich zu entwickeln und zu schlüpfen. Es stellt sich so ein natürliches Gleichgewicht im Garten ein, das ihn aus sich heraus gesünder werden lässt. Denn jeder Nützling ist schon für jede Plage vorhanden. Wenn wir in lassen, dann lebt er schon im Garten. Blattläuse? Die Larven des Marienkäfers freuen sich, Florfliegen ebenfalls.
Zuviele Marienkäfer? Kein Problem, Vögel nehmen diese leckere Mahlzeit gerne mit in das Nest für die Aufzucht.

Ihr seht, das Eine greift in das Andere und es verzahnt sich. Bienen braucht es, um die Obstbaumblüten zu befruchten. Äpfel freuen uns, wenn wir sie ernten und vorher Wespen und Schmetterlinge. Eine gute Befruchtungsrate lässt allen etwas übrig, keiner geht leer aus.
Diese wenigen Beispiele sollen zeigen, das ein Schutz der Natur auch Menschenschutz ist, der wenig kostet. Dafür können wir selber sorgen. Er fördert Vielfalt und Natürlichkeit, die wir im Grunde doch alle wollen.

Habichtkraut in der Wiese gefällt der Insektenwelt

Meist scheitern wir am Nachbarschaftszwang,

der gepflegte unkrautfreie Gärten fordert. Aber ein naturhafter Garten kann ebenso gepflegt aussehen, das eine schliesst das andere nicht aus. Es ist nur lauter. Wegen der Kinder und wegen der Insekten und Vögel, die sich dort tummeln und wphlfühlen.
Hand aufs Herz, wer von uns liebt es nicht, im Garten zu sitzen und den Insekten zuzusehen, wie sie von Blüte zu Blüte eilen? Wer verbindet nicht einen heissen Sommertag mit dem Zirpen und Summen vieler Insekten? Es ist aber nicht der Nachbar, der damit anfangen muss; nur wir können anfangen, im Grunde, indem wir etwas beenden, nämlich den Zwang, alles wegzumachen, totzuspritzen und aufzuräumen.

Der allererste Schritt!

Verzichtet auf Gifte im Garten!

Einfahrten, Terassen können mit Geräten ganz gut unkrautfrei gehalten werden. Das geht auch ohne Abflammen. Es rettet vielen Tieren das Leben. Fugenbürsten, egal ob mit Hand oder elektisch leisten gute Dienste. Fugenkratzer ebenso. Ich persönlich gehöre noch zu den knieenden Entkrauterinnen, die fluchend, sich die Fuge langhangelt. Das wird anders werden.

Zu den Pflanzengiften:

Lasst sie stehen, wo sie sind, im Regal des Gartenmarktes, da können sie stehen, bis sie irgendwann mal schlecht werden. Sie werden im Garten wirklich nicht benötigt! 
Es gibt mehrere hilfreiche, preisgünstige Möglichkeiten, z.B. Mehltau zu verhindern oder zu mindern:

1) der richtige Standort:


Rosen z.B. mögen Platz und Wind. Der hilft, bei viel Regen, die Blätter schnell zu trocknen. Eine Südseite bedeutet Stauwärme, das mögen die Rosen ebenfalls nicht.

2) Habt Ihr Mehltau,

dann kann eine 1:1 Molke:Wassermischung helfen.
Jauchen aus Brennessel, und Ackerschachtelhalm stärken die Pflanzen von Innen heraus.
Zu Jauchen wird es noch ein eigenes Thema geben

 

Unsere "Emigranten" liefern ohne Düngung die schmackhaftesten Beeren

3) Wenig und mit Bedacht richtig düngen.

Viele Gärtner sitzen der Idee auf, das viel Düngen Blütenpracht erzeugt. Das kann u.U. richtig sein, bedeutet aber auch, das die Pflanze in kürzester Zeit viel Masse produziert, die nicht stark wird, sondern viel Wasser und somit aus weichem Gewebe besteht. Die Pflanze wird anfällig für Erreger aller Art. Wenig düngen bedeutet, das die Pflanze langsamer wächst und stabilere Triebe entwickelt. Bei Kräutern und Obst erhöght sich sogar das Aroma, der Duft und Geschmack wird stärker, mehr Insekten werden angelockt, die bestäuben und somit den Zyklus weiterführen. Zu spät im Jahr gedüngt, macht Pflanzen ebenfalls anfällig, da die Triebe nicht ausreifen können und Gefahr laufen, zu erfrieren.

Nachtkerzen haben ihren besonderen Charme

Dies ist einer von vielen Schritten, über die ich im Winter noch berichten werde!
Es würde mich freuen, falls Ihr Fragen rund um den Natur-und Umweltschutz im eigenen Garten habt, sie hier zu stellen! Gemeinsam können wir daran arbeiten, viele Inseln für Insekten zu schaffen, indem wir die richtigen Pflanzen pflanzen. Damit laden wir Tiere zu uns ein, die diese Inseln gerne besuchen und beleben. Diese Inseln werden dann vielleicht zu einer großen Fläche, aus der heraus sich vieles wieder regenerieren kann!

Digitalis, DER Insektenschwarm

Fangen wir an, indem wir aufhören!


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