Unkraut? Im Garten?

von Gartenphilosophin (Kommentare: 0)

Unkraut im Garten

Unkraut, Beikraut, Kraut?

Die wilde Aster hat sich auch an meiner Haustür ausgebreitet
Die wilde Aster "neckt" die Chelone

ist so ziemlich das Lästigste, was den Garten ausmacht. Einiges Kraut kann man sich schön gucken, anderes, wie Quecke, Kleiner Sauerampfer oder Giersch (toi, toi, toi, den habe ich bisher nicht) eben nicht.

Kleiner Sauerampfer, mein spezieller Freund
Der Kleine Sauerampfer und ich haben ein ganz besonderes Verhältnis

Also gilt es, zu entscheiden, wo und warum und auch wie Unkraut im Garten bleiben darf oder auf den Komposthaufen umziehen muss.

Unkraut, Beikraut, Wildkraut,

wir können es nennen, wie wir wollen, es nervt und ist immer an Stellen, an denen es stört. Oder? Vielleicht stört es doch nicht überall, vielleicht gibt es doch eine Ecke im Garten, in der es sich aufhalten kann?

Schön können Beikräuter aussehen, selbst wenn sie schon etwas verblüht sind, wie z.B. das Johanniskraut auf der Wiese.

Das wilde Johanniskraut auf der Wiese
Wildes Johanniskraut auf der Wiese oder im Beet stört nie

Denn diese Kräuter erfüllen eine große Aufgabe für Insekten jeder Art und die natürliche Vielfalt im Garten. Es braucht vielleicht Mut, Unkraut stehen zu lassen, andererseits - es bringt Insekten und Tiere in den Garten, die sich ansiedeln können.

Gerade in Gebieten, in denen der Rasen kurz, die Rabatten komplett gesäubert sind und alles quadratisch und hochorganisiert ist, fällt ein Garten mit Beikräutern den Nachbarn unangenehm auf, dafür fällt er aber auch genug Insekten und Tieren auf. Die siedeln sich dort dankbar an, denn sie haben Lebensraum gefunden., in dem es sich für sie zu Leben lohnt.

Eine wilde Möhre hat auch einen lat. Namen: Daucus carota
Auch eine wilde Möhre hört auf den lat. Namen: Daucus carota

Mit Bedacht in den Beeten gelassen, können sie diese auch schmücken. Wilde Möhre sieht schön und dekorativ im Garten aus, auch abgeblüht macht sie etwas her. Wilde Astern lockern das Beet auf, Johanniskraut bringt Sonne für das Auge das Herz.

Einiges an Unkraut, Beikraut, Wildkraut stört wirklich nicht, anderes lässt sich guten Gewissens rausrupfen.

Vorsicht nur mit der Entsorgung auf dem Komposthaufen, Quecke und Giersch und auch der Sauerampfer führen dort ihr Leben unbeirrt weiter. Hier macht es Sinn, sie entweder zu Jauche zu verarbeiten oder sie über den Grünabfall der kommunalen Entsorgung zuzuführen. Dort werden sie über Thermokompostierung schneller unschädlich gemacht und machen die reife Gartenerde nicht zu einer Unkrautkomposerde, wie es im heimischen Kompost passieren kann, wenn er nicht genug Temperatur entwickelt.

Also nicht gleich mit Macht alles aus den Beeten rupfen, was nicht durch den Gärtner gepflanzt wurde.

Das wilde Kraut ist meist ebenso hübsch und darf zur Samenreife noch zieren.


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